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Kommentar zu den neuesten Änderungen im Einwanderungsrecht

The Beehive, Wellington Es kommt Bewegung in die Einwanderungspolitik, und zwar sowohl von innen, als auch von außen.

Von innen? Ja, die Labour Regierung hat es wahrgemacht und hat nach viel bürokratischem Research das Einwanderungsrecht gründlich überholt. Überholt ist wohl der falsche Ausdruck, zutreffender wäre vielleicht, um in der automobilen Sprache zu bleiben, "aufgemotzt". Es sind nämlich drei neue Arbeitserlaubnisse unter dem neuen "Work-to-Residence Programme" eingeführt worden, was gleichzeitig zu drei neuen Einwanderungskategorien geführt hat.

Neuseeland sieht sich im internationalen Konkurrenzkampf um qualifizierte Arbeitskräfte für die New Economy. Ein Begriff, der seit dem Einbruch vieler Internetfirmen aus der Mode gekommen ist, und daher ist jetzt bescheidener die Rede von Arbeitgebern in "high innovation and enterprise sectors". Was immer damit gemeint ist, Sie wissen, worum es geht.

Leute, die in diesen hochinnovativen Unternehmen Arbeit finden, sollen aufgrund der genannten Neuerungen bevorzugt behandelt werden. Das Genehmigungsverfahren der Einwanderungsbehörde soll schneller gehen und der innovative Einwanderer soll es nach zwei Jahren auch einfacher haben, seinen Residence Permit, die unbefristete Aufenthaltserlaubnis, zu erhalten.

Wer sind diese hochinnovativen Unternehmen? Das ist noch nicht raus, denn die in Frage kommenden Unternehmen müssen sich erst vom Immigration Service akkreditieren lassen und das kann dauern (Sie werden selbstverständlich auf gleicher Welle und an gleicher Stelle auf dem laufenden gehalten).

In der Zwischenzeit funktioniert aber das Work-to-Residence-Programme für Einwanderer, die eine Anstellung in einem Beruf finden, der auf der "Occupational Shortages List" zu finden ist. Die Liste ist zu lang, um hier in voller Länge wiedergegeben zu werden, außerdem ist sie regional unterschiedlich.

Für die Region Wellington werden beispielsweise folgende Berufe aufgeführt: Fliesenleger, Flugzeugingenieure, Elektroingenieure, Telekommunikationsingenieure, Dreher, Computer-Spezialisten, Automechaniker, Offsetdrucker, Klempner, Nähmaschinentechniker, Polsterer, Weinbauspezialisten und Schweißer, um nur ein paar zu nennen.

Bevor Sie Ihre Koffer packen, eine Warnung: selbst wenn Sie sich selber auf der Liste wiederfinden, so heißt das nicht, dass Sie auch wirklich hier einen Job finden. Neuseeland ist klein (kleiner als Berlin, auf einer Fläche verteilt, die so groß ist wie die der alten Bundesrepublik), so dass mit der Anstellung von ein paar Mechanikern in einer Region die Lücken schnell gefüllt sind. Auch gilt zu bedenken, dass wer die englische Sprache nicht beherrscht, es oft schwer hat, Arbeit zu finden. Auch die Gehälter, die hier gezahlt werden, sind oft deutlich unter dem, was man in Deutschland gewöhnt ist. Als gelernter Handwerker verdient man hier zwischen 12 und 18 NZ$ die Stunde.

Fazit: Wie gern die neuseeländische Regierung sich auch als Land der unbegrenzten Möglichkeiten, was Arbeit und Investitionen anbelangt, sieht, Sie sollten sich zu einer Einwanderung keinesfalls aus Kariergründen entschließen.

Die Motivation sollte aus einer anderen Richtung kommen und genau aus der Richtung bläst auch der Wind, der die neuseeländische Einwanderungspolitik von außen beeinflusst. Das Interesse an Neuseeland als Einwanderungsland ist enorm. Die Einwanderungsbehörden sind überlastet mit Anträgen, was z.B. dazu führt, dass Anträge anhand der Business Investor Category, die früher aufgrund einer Vorzugsbehandlung nur ein paar Wochen dauerte, jetzt über drei Monate dauert.

In Pressemitteilungen lässt die Regierung offiziell verlautbaren, dass der "Konkurrenzkampf um die neuseeländische Aufenthaltserlaubnis intensiv geworden ist". Man hat daraufhin die Latte bei der General Skills Category, der am häufigsten gewählten Einwanderungskategorie, gleich etwas höher gelegt. Im Juli wird sich rausstellen, ob die Latte noch höher gelegt werden wird.

Die neuseeländische Regierung versucht also die Gunst der Stunde zu nutzen und sich die Rosinen aus dem Einwanderungskuchen zu picken. Sie wissen schon, die hochinnovativen karrierebewußten Spezialisten will man locken.

Glückwunsch, wenn Sie einer sind, falls nicht, lassen Sie sich nicht entmutigen. Wer sich in Neuseeland verliebt hat, die "New Zealand Way of Life" schätzt und eine Zukunft für sich in Neuseeland sieht, der kommt nicht aufgrund der tollen Einwanderungsgesetze, sondern trotz der Einwanderungsgesetze und ich vermute mal, weil ihm der Lifestyle hier gefällt und nicht, weil er Karriere machen will. Das wäre jedenfalls meine Empfehlung.

Der Kommentar stammt von Peter Hahn, einem ehemaligen Rechtsanwalt aus Berlin, der seit 10 Jahren in Wellington lebt und dort unter der Firma Hahn & Associates Ltd deutsche Einwanderer und Geschäftsleute berät. Detailiertere Auskünfte können unter der Telefonnummer (04) 576 0323 eingeholt werden oder per Email (peter.hahn@xtra.co.nz).



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